Tagebuch eines Pilgers am Johannesweg

 

 

Am 22. Mai ging es um 08.00 Uhr in Pierbach los. Wir wanderten Richtung Johanneskapelle und Johannesbrunnen. Hier machten wir erste Station und stärkten Körper und Geist. In der der Kapelle zündete jeder von uns eine Kerze an, mit der Bitte für einen guten Pilgerweg.

 

Die Natur mit ihren Wundern und Schönheiten war unser ständiger Begleiter.

 

In kurzen Pausen stärkten wir uns mit Getränken und Traubenzucker. Wolken und Sonne wechselten sich ab. Immer wieder konnten wir unsere Jacken einpacken, wenn es zu heiß wurde.

 

Gerne gehen wir kurze Strecken auch einmal alleine und hängen unseren Gedanken nach. Viele kleine Stoßgebete werden in den Himmel geschickt - lass das Wetter schön bleiben, hilf mir, dass ich es schaffe, meine Füße tun schon ziemlich weh, der Rucksack drückt auf den Schultern.

 

Der erste Tag ist geschafft und am frühen Morgen des neuen Tages, um 07.00 Uhr, werden die Wasserflaschen an der Quelle des Augenbründels mit frischem Wasser gefüllt.

 

Der lange und oft beschwerliche Weg tut der Fröhlichkeit und der Gaudi und dem Blödeln keinen Abbruch, deshalb sind auch am zweiten Tage noch alle gut drauf und haben gut lachen.

 

Immer wieder interessieren sich Menschen, die wir auf unserem Weg treffen, für unsere Gruppe und fragen nach unserem "Woher" und "Wohin". Stolz auf unsere Leistung, den zweiten Tag geschafft zu haben, laden wir unsere Rucksäcke auf dem Marktplatz von Unterweißenbach ab.

 

Mit einem leckeren Frühstück, aber etwas müde, beginnt unser dritter Tag um 07.00 Uhr in der Bäckerei. Zuversichtlich sehen wir dem letzten Tag unserer Pilgerreise entgegen.

 

Steil beginnt unser Weg in Unterweißenbach Richtung Wegerer Kreuz. Unsere Gruppe hält zusammen und wir versuchen dem schlechten Wetter zu trotzen.

Leider ließen es die äußeren Umstände - starker Regen und Kälteeinbruch (2-3 °) - nicht zu, dass wir den Johannesweg beenden. Die fehlenden ca. 10 km wären mit unserer starken Gruppe sehr gut zu bewältigen gewesen, aber wir dürfen trotzdem stolz auf unsere Leistung sein und auf ereignisreiche und fröhliche Tage auf dem Johannesweg, auf dem wir von Gott begleitet waren, zurückblicken.

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